FILMEMPFEHLUNGEN
Für einen Einblick in die Herausforderungen der Heimerziehung und die Chancen für das Angebot der ehrenamtlichen Wegbegleitung hilft vielleicht eine Auswahl unserer Filmvorschläge:
1. WDR (Menschen hautnah) vom 20.04.2023: Zirkus is nich: Dominik und die Suche nach der verlorenen Kindheit.
""Man kann die Zeit halt nicht mehr zurück drehen…", sagt der 25-jährige Dominik mit Blick auf seine schwierige Kindheit. 17 Jahre nach dem ersten Film trifft die Regisseurin Astrid Schult den erwachsenen Dominik wieder. Nach unserem "Menschen hautnah"-Film "Zirkus is nich" im Jahr 2007 berichteten Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen in ganz Deutschland über Dominik. Es ging um Kinderarmut, aber auch um Vernachlässigung. Etwa zwei Jahre später wird Dominik aus der Familie genommen und kommt in eine Jugendhilfeeinrichtung. Der Kontakt zur Autorin bricht jedoch nie ganz ab. Dieser Film wurde im Jahr 2023 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert"
2. SWR (Nachtcafé) vom 12.05.2023: Schicksalhafte Begegnungen (ca. ab 1 h, 07 min.): Diskussion mit Leonhard Garhammer und Ulrich Skobowsky.
"Es gibt Begegnungen im Leben, die alles verändern. Oft kreuzen sich die Wege mit diesen Menschen, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Umso einschneidender sind die Auswirkungen"
3. Tabulos - Aufwachsen im Heim - mit Betty Taube. Podcast in der ARD Audiothek
Etwa zehn Jahre alt war Model (ja, ihr kennt sie vielleicht von GNTM) und Pilotin Betty Taube, als sie das Jugendamt ins Kinderheim schickte. Das hatte gute Gründe: Betty war den größten Teil ihrer Kindheit psychischer und körperlicher Gewalt ihrer alkoholkranken Mutter ausgesetzt. Sie log ihre eigene Familie an, wenn die ihre blauen Flecken entdeckten, kümmerte sich als Kind um Erwachsenen-Angelegenheiten und beugte sich immer wieder dem Willen ihrer Mutter. Als das Jugendamt auf Bettys Fall aufmerksam wurde, dauerte es eine ganze Weile, bis sie in Brandenburg im Kinderheim unterkam. Zunächst war sie überfordert von der neuen Umgebung und clashte mit Kindern und Jugendlichen zusammen, die auch so einiges an Baggage mitbrachten. Lange schaute sie kritisch auf ihre Zeit im Heim zurück. Heute weiß sie: das Kinderheim hat - trotz auch schwieriger Situationen - ihr Leben gerettet. Eine schmerzhafte Trennung folgte und darauf kam die Depression zum Vorschein... Wie ist es, mit einem alkoholkranken, übergriffigen Elternteil aufzuwachsen? Konnte Betty ihrer Mutter verzeihen? Wie schaut der Alltag in einem Kinderheim aus? Welche Spuren hinterlässt ein solcher Lebenswechsel? Und wie geht es Betty heute?"